Anforderungs- und Nutzermanagement verstehen wir als Managementaufgabe für eine effiziente und vollständige Definition des Projektauftrages. Die Zusammenführung aller nutzerrelevanten Anforderungen ist dabei die zentrale Aufgabe.

Die Zahl der Nutzer kann gerade bei Großprojekten eine nicht zu unterschätzende Bedeutung bekommen. Insbesondere wo komplexe Produkte und Systeme konzipiert werden und sehr arbeitsteilig an deren Entwicklung gearbeitet werden muss.

Instrumente des Anforderungsmanagements sind die Anforderungsanalyse, die Anforderungsdokumentation und die Anforderungsvalidierung.

Zur Aufbauorganisation eines effizienten Anforderungsmanagements gehört eine Anforderungsverwaltung, ein Risikomanagement und ein Änderungsmanagement. Zur Überwachung des Realisierungsmanagements gehört ein Umsetzungsmanagement.

Das Ziel des Anforderungsmanagement ist es, ein gemeinsames Verständnis über ein zu entwickelndes System zwischen (internen) Auftraggeber und (internen) Auftragnehmer zu entwickeln. Die gemeinsam entwickelten Dokumente dienen häufig als vertragliche Basis für eine weitere Umsetzung.

Anforderungsmanagement bedeutet auch, dass Prozesse definiert und implementiert werden, indem die Anforderungsdokumentation während der gesamten Projektlaufzeit aktualisiert wird. Diese kann am Ende als Grundlage für die Übergabe an den Besteller und Nutzer verwendet werden.